Portrait Rolli Chopard

Roland Chopard (Gitarre – Bass / Kt. Solothurn)

Ich habe Jahrgang 1960  und lebe von der und für die Musik. Nein, ich habe keinen Abschluss oder ein Diplom in Musik. Mein persönlicher Abschluss ist die Erfahrungen bwz. die vielen Stunden die ich Live auf der Bühne verbringen durfte. Suchen Sie einen klassischen Gitarrenlehrter, der nach Noten lehrt und den Fuss auf einen Schemel setzt, bin ich vermutlich nicht der Richtige. Suchen Sie einen Teacher, der Ihnen beibringt, wie eine Gitarre cool tönen kann, wie man begleitet, improvisiert, den Gesang einsetzt, einen Song arrangiert, einen eigenen Song schreibt oder wie man eine Band auf die Beine stellt, so bin ich der Richtige für sie. Ich muss hier aber noch anmerken, dass ich Freunde (und Musiklehrer) der klassischen oder jazzigen Gitarre habe und ich dessen Virtuosität bewundere. Ich selbst habe diesen  hohen Level nicht im Repertoire, werde ihn auch nie erreichen und unterrichte dies was ich kann: Pop, Blues, Rock, Folk und Country, einfach gehalten.

Mit 16 (1976) begann ich mit dem Gitarrenspiel, als ich im Lehrlingsheim Muttenz lieber Billard oder Gitarre spielte, anstatt in den Ausgang zu gehen (So was soll es geben). Ebenfalls war es nie meine Stärke in einer Disco ein Mädchen anzusprechen und ging dann meist „leer“ aus :-). So widmete ich mich dann hauptsächlich  der Gitarre wie folgt: Als mir ein Freund zeigte, dass man mit Songbooks und den darin enthaltenden Akkorden Songs von Elvis spielen konnte, war ich hin und weg. Ab da an gabs kein Halten mehr! Total angefressen beschreibt es richtig. Das Üben war für mich Freude obwohl es damals leider nicht die tollen Hiflsmittel wie Youtube etc. gab. Heutzutage ist in dieser Hinsicht Google, Youtube & Co. ein Segen.

Ich nahm die Gitarre, damals eine klassische Gitarre (Ein Geschenk meiner Grossmutter) überall hin, spielte und sang so viel und gut es ging  (Manchmal gegen den Willen der Anwesenden :-).

Dann gabs die erste Band „The Flakes“ Werner Cervellieri, mein Laboranten-Stift-Kollege und Werner Rolli Verkäufer in der Gitarren-Abteilung von Musik Hug (oh dieser Traumjob, denkt man da…). Die ersten Auftritte waren eher kläglich aber wir gaben nicht auf und bald entwickelte sich langsam ein Sound, der sich hören lassen konnte.

Schon früh begann ich mit dem Schreiben von eigenen Mundartsongs. Dies aus dem einzigen Grund, weil mein Englisch zu wenig gut für einen tollen Song ist. Auch da waren die Songs sosolala, aber wie es mit allem ist: Mit üben klappts immer besser!

Dann schloss ich mich div. Bands an um ein wenig Routine zu entwickeln. Und man merkt bald, dass man zu Hause auf dem Sofa super spielt, aber das Ganze auf der Bühne nur schwer umsetzen ist. Ich spielte Tanzmusik, dies aus dem einfachen Grund, weil diese Sparte am lukrativsten war 🙂 und man ausserdem Routine erlangte, dauerten doch die Gigs teilweise bis zu acht Stunden. In den Achtzigern waren Live-Tanzbands sehr gefragt und es wurde noch standardmässig getanzt. Dies in Dancings, Hallen, an Maskenbällen und an Stadtfesten. Die Drum-Computer und Sample-Maschinen waren langsam am aufkommen und bis dahin wurde LIVE gespielt. Ich denke, dass ich, so es die Gesundheit will, das Musizieren und Unterrichten noch lange mein Lebensinhalt sein wird, zumal ich mit allen Schülern ein tolles Verhältnis habe.


Werner Rolli (Gitarre / Küttigen-Aarau)

Werner Rolli, Fotograf und Journalist, hat sich in den frühen siebziger Jahren mit dem Cash-Virus infiziert. Die SUN-Sounds von Cash, Elvis, Carl Perkins & Co. und die Licks von Roy Nichols animierten erst zum Gitarre spielen – zu einer Zeit als auf dem Schulhof Pink Floyd und AC/DC angesagt waren. Konsequenterweise absolvierte er seine Lehre bei Musik Hug in Basel und gründete noch während der Ausbildung seine erste Band. Später begleitete er Tourneen von Steve Young, Rattlesnake Annie und Michael Woody. Nach seinen Lehr- und Wanderjahren heuerte er bei diversen Zeitungen und Zeitschriften an. Musikalisch bewegt er sich heute noch am liebsten in den 60er und 70er Jahren und schwärmt für die Musik von Merle Haggard, Jerry Jeff Walker und Waylon Jennings und spielt Gitarre in seiner eigenen Band Hillbilly Highway.

 

flakes1979
Ein Erinnerungsbild von Werni und Rolli in
einem Tonstudio in Riehen (1979)